Twin Radiant Cell
Das Konzept der Twin Radiant Cell für Pyrolyseöfen wurde von Linde im Jahre 1987 sowohl für Öfen mit maximaler Kapazitat als auch für Öfen, die besondere Anforderungen bezüglich der Wartung des Rohrbündel stellen, eingeführt. Im Falle von Pyrolyseöfen bietet dieses Konzept den Vorteil sehr hoher Kapazitäten der einzelnen Öfen bei gleichzeitiger Kostenersparnis, da jeder einzelne Feuerraum angemessene Ausmaße aufweist.
Bei herkömmlicher Ausführung würde eine vergleichbar hohe Kapazität eine Ofenlänge von mehr als 25 m erfordern, was größenbedingte Nachteile bei Montage, Betrieb und Wartung mit sich bringen würde. Die kürzere Gesamtofenlänge ergibt einen kleineren Querschnitt der Konvektionszone, der zur Steigerung der Wärmeübertragung infolge höherer Gasströmungsgeschwindigkeiten dient. Höhere Wärmeübertragungsraten tragen zu geringerem Gewicht der Konvektionszonenbündel bei, wodurch bei die Twin Radiant Cell gegenüber der herkömmlichen Anordnung die Stahlkonstruktion leichter ausgeführt werden kann.
Bei mehreren Kunden ergab die Anordnung mit Twin Radiant Cell eine Gesamtofenlänge von ca. 13 m, wobei Linde diese Öfen so konstruierte, daß die einzelnen Konvektionszonenbündel komplett ausgebaut werden können.
Ein weiterer Vorteil dieses Konzeptes besteht in der Flexibilität des Betriebes hinsichtlich der Einsatzstoffe, da unterschiedliche Einsätze ohne gegenseitige Beeinflussung in jedem Feuerraum bei optimalen Spaltbedingungen verarbeitet werden können.